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Rückblick |
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| Oktober 2007 |
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| Wild-West-Romantik mit dröhnenden Sägen |
| An weit über 100 Ständen präsentieren sich seit Freitagabend Unternehmen aus den Bereichen Handel, Gewerbe, Industrie und Dienstleistung - auf der Herrenberger Herbstschau: Bis heute 18 Uhr können sich Besucher rund um die Stadthalle selbst ein Bild am Samstag und am gestrigen Sonntag nutzten bereits Tausende die Chance.
Guido Struss - und Martin Hauser - schnaufen erst einmal durch: Die beiden Rikscha-Radler - machen gerade Pause. Notgedrungen. "Irgendwie scheint die Hemmschwelle sehr hoch zu sein", sagt Hauser. Allzu viele Fahrten hat der 22-Jährige und seine fünf Kollegen am Samstag nicht. Dabei sind sie doch für den guten Zweck unterwegs: 50 Cent bezahlen die Passagiere für eine Tour Geld, das an die "Gäubote"-Weihnachtsaktion "Miteinander Füreinander" - geht. "Wenn die Leute sehen, dass da nichts Peinliches dabei ist, machen sie mit", hat Struss erkannt, der eine Flotte mit zehn Rädern sein Eigen nennt. "Meist zerren dann die Kinder die Eltern mit", berichtet der 41-Jährige.
Für Alt und Jung gibt es sowohl in der Stadt- und die Mehrzweckhalle einiges zu sehen. Und zu hören. Schon von weitem ist Heidrun Dolde - zu vernehmen. Die Calwerin haut beim Stand des Herrenberger Musikgeschäfts Franz Deutsch ordentlich in die Tasten eines Keyboards - . Auf Wunsch spielt und singt sie sogar die Lieblingslieder der Besucher. Da dauert es bei Celine Dions Schmachtfetzen "My heart will go on" nicht lange, bis man sich umschaut, ob nicht Kate Winslet und Leo Di Caprio auf der "Titanic" durch die Stadthalle - schippern. Dabei kann die Alleinunterhalterin auch ganz anders. Wie wärs mit WildWest-Romantik? Die Technik machts möglich: Bei Lee Marvins "Wanderin Star" klingt Heidrun Doldes Stimme wie ein Cowboy, der dem Gang in den Saloon nicht abgeneigt ist. "Die Stimme wird in Echtzeit digitalisiert und verfremdet", erklärt Dolde.
Am Gesang liegt es nicht, dass nur wenige Meter entfernt eine ältere Frau mit dicken Ohrenschützern - steht. Sie macht gerade einen Hörtest beim Stand von Lindacher. "Acht Töne werden abgespielt, wovon die zwei tiefen am Anfang wegen des Umgebungslärms nicht hörbar sind", erläutert die Hörgeräte-Akustikerin Simone Rego - . Wer die sechs Töne allerdings nicht wahrnimmt, dem empfiehlt sie einer ausführliche Untersuchung. Zu den Betroffenen zählt meist die Bevölkerungsschicht über 40 Jahre. "Aber auch Jüngere fallen drunter, wenn sie zu laut MP3-Player hören", sagt Simone Rego.
Schutz für die Ohren das brauchen auch Michael Tamoszus - aus Herrenberg und Wolfgang Saile - aus dem Horber Teilort Rexingen. Beide beeindrucken mit ihrer Kunstfertigkeit unter dem betäubendem Lärm der Motorsägen - . Das dürfte wohl der Grund sein, warum beide weit von einander getrennt im Freien ihre Stände haben. "Wir verstehen uns eigentlich ganz gut", sagt Tamoszus über seinen Mitbewerber. Mit einem Kettensägen-Massaker muss man auf der Herbstschau also nicht rechnen. Zumal die Besucher aus Sicherheitsgründen erst gar nicht selbst Hand anlegen dürfen. Es wäre vermutlichviel zu schwierig, aus Eichen und Schwarzkiefern solch filigrane Eulen und Pilze zu zaubern.
Apropos Holz: Revierförster Winfried Seitz - kennt sich damit aus. Am Stand der Stadt Herrenberg lässt er einen Würfel mit 30 Zentimeter Kantenlänge durch die Hände der Besucher wandern. "So viel Holz wächst im Stadtwald - in einer Minute", erklärt er. Fragen zu den Wanderwegen, Brennholz und der Stadt an sich werden hier beantwortet. Nach Seitz übernehmen Jugendliche von der Herrenberger Feuerwehr hier das Kommando und lassen ebenso wenig anbrennen.
Ende November soll das Foyer - der Stadthalle renoviert sein: Der direkte Durchgang von der Stadt- in die Mehrzweckhalle ist bis dahin nicht möglich. Die Damen vom "Gäubote"-Bücherstand - mussten sich daher eine neues Plätzchen suchen. In der Stadthalle wurden sie fündig. Und auch die Leser. "Schön hier", war da zu hören, "man kann viel besser schauen."
In der Viehversteigerungshalle macht Angela Gruber - aus Gültstein auf die Not der Igel - aufmerksam. "Ich gebe Tipps, wie man sie über den Winter bringen kann", sagt das Mitglied der Organisation "Pro Igel". Über 200 der stachligen Geschöpfe pflegt sie im Laufe eines Jahres. Ihre Tipps sind einfach: "Erst schauen, ob es sich um ein erwachsenes, junges oder krankes Tier handelt", sagt die Gültsteinerin. "Die Erwachsenen kommen normalerweise selbst durch." In etwa drei Wochen sollten die Jungen derweil 500 Gramm - wiegen, um es zu schaffen. Mit Katzenfutter und Wasser lassen sie sich aufpäppeln.
Der Apfel ist des Deutschen liebstes Obst. Wie viele schmackhafte Sorten es gibt, ist indes nicht allen bewusst. Der ÖschelbronnerOtto Schäberle - machen wie der Arbeitskreis der Erwerbsobstbauern - am Nachbarstand auf Arlet, Fiesta, Gala und Cadel - aufmerksam. Immer wieder greifen Passanten zu: Auf Tellern warten kleine Schnitze darauf, die Geschmacksknospen zu entzücken. "Eine solche Vielfalt bekommt man im Supermarkt nicht", meint Schäberle.
"Das ist nur menschlich", sagt Mulugeta Woldesilassie - zum Verhalten der Herbstschau-Besucher. "Nur Betroffene kommen mit Fragen, die anderen schauen schräg." Der Reha-Berater vom Sanitätshaus Schaible weiß, dass die Pflege im Alter - erst dann wichtig scheint, wenn sie akut ist. So schauen sich hauptsächlich Angehörige von Betroffenen die Rollstühle, Gehhilfen und Betten an.
Den Bogen hat Hans-Jürgen-Fliege - raus. Der Oberjesinger hat die Kalligrafie - als Hobby. "Das kann eigentlich jeder lernen", sagt er. "Ich gebe auch Volkshochschulkurse." Vor seinem Tisch machen sich Lara und Marc breit. Den Kleinen zaubert der 69-Jährige in Windeseile mit einem Füller ein Namensschild mit schwungvollen Lettern. "Das kannst du dir jetzt an die Tür hängen", sagt Hans-Jürgen Fliege. JOCHEN STUMPF |
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| Juli 2007 |
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| Auch die zweite Auflage ist ein Riesen-Erfolg |
| Der Herrenberger Altstadtlauf scheint unter einem guten Stern zu stehen. Es ist 15.05 Uhr an diesem Samstag. Markus Speer, Macher des Laufs, steht auf der Tribüne auf dem Marktplatz. Die GäustadtPiazza schillert in allen Farben: Hunderte von Läufer, die bereits in ihren Trikots stecken, schauen zu Speer. Der verliest eben die 95 Mannschaftsnamen. Zwar sollten es eigentlich wieder 100 Teams sein. Aber wenige Tage vor dem Startschuss haben fünf von ihnen abgesagt. "Aus gesundheitlichen Gründen", wie Erich Kienle vom Organisationsteam weiß.
Speer beginnt seine Präsentation mit dem Titelverteidiger, dem Team des kreisbekannten Läufers Axel Stahl, der zusammen mit Gerhard Dengler und Peter John moderiert plötzlich reißen die Wolken auf. Schon beim ersten Mal vor zwei Jahren herrschten herrliche Bedingungen wenngleich vielleicht etwas zu hohe Temperaturen für die Läufer.
Trotz des überaus guten "Genmaterials" des Herrenberger Altstadtlaufs und des Rahmenprogramms nahmen die Organisatoren vom TSV Kuppingen und Gewerbeverein ein paar Änderungen vor. Erstens: Aus dem Sonntag wurde ein Samstag. Zweitens: Aus dem verkaufsoffenen Sonntag wurde eine lange Einkaufsnacht bis 24 Uhr. Drittens: Eine Prominentenmannschaft huschte erstmals über die 1,3 Kilometer lange Strecke (siehe Artikel auf Seite 20). Und viertens: Ein großes Feuerwerk markierte den donnernden Abschluss der Mega-Veranstaltung mit 20 000 Zuschauern, wie Achim Gack, Vorsitzender des Gewerbevereins, schätzt.
Das Promiteam schwitzt für einen guten Zweck. 16 Teammitglieder versuchen, so viele 1,3-Kilometer-Umläufe wie möglich zusammenzubekommen, um einen von der Lebenshilfe Herrenberg dringend benötigten Bus finanzieren zu können: Jeder kann pro gelaufene Promi-Runde einen frei wählbaren Betrag spenden. Am Ende schafft das Team 60 Runden. Obs für den 30 000 Euro teuren Bus reicht, muss Sponsorenlauf-"Teamchef" Günther Ansel allerdings erst noch ausrechnen. Sein Tipp: "Wir müssten zumindest nahe an die Summe rankommen."
Dass der Lauf läuft, sorgt auch bei den Organisatoren schon recht früh nach dem Start um 15.30 Uhr für zufriedene Gesichter. Wenngleich Markus Speers Mobiltelefon immer nur dann klingelt, wenn er als "Feuerwehr" verlangt wird: "Ehrlich gesagt ist es aus meiner Situation schwierig zu beurteilen, ob alles glattläuft und alle zufrieden sind. Ich bekomme derzeit nur das mit, was schiefläuft."
Das, was zu Speers Handy durchdringt, sind allerdings nur Kleinigkeiten, die in der Endabrechnung getrost als Lappalie abgehakt werden dürfen. Denn größere Probleme gibt es tatsächlich keine. Für die Polizei ist es ein ruhiger Tag. Erfreulich wenig zu tun hat auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Einsatzleiter Mathias Gießen: "Wir haben zum Glück nur kleinere Sachen versorgen müssen Blasen an den Füßen, Schürfwunden, verknackste Füße oder Schnittwunden bei denjenigen, die im gastronomischen Bereich arbeiten." Kein Kreislaufkollaps oder gar Schwerwiegenderes. "Das Wetter", vermutet Gießen, "ist uns da wohl entgegengekommen" schön, aber keine Rekord-Temperaturen. Ideales Läuferwetter.
Am Ende wenig Neues vom Radio Läuferlager: Axel Stahls Team verteidigt seinen Titel. Allerdings geht das Rennen diesmal knapper aus. Denn nur eine Runde dahinter rangiert die Mannschaft von Tria Kayh. Beim ersten Herrenberger Altstadtlauft klaffte zwischen Platz eins und Platz zwei damals der Lauftreff Sulz am Eck noch eine Lücke von drei Runden. Hochgerechnet heißt das: Beim nächsten Mal werden die Läufer von Axel Stahl das Nachsehen haben. Apropos: In zwei Jahren gibt es ein Wiedersehen in den Gassen der Herrenberger Altstadt. Oder? Wie nach der Premiere 2005 gibt es dazu von den Organisatoren keine klare Auskunft. Wer fragt, erntet ein Lächeln. Wie 2005 |
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| 19. Juni 2005 |
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| Auf dem ersten Platz |
| Der Altstadtlauf Tausende kommen bei schönstem Wetter nach Herrenberg. Die Organisatoren, Händler, Läufer und Zuschauer sind überaus zufrieden mit dem ersten 100-Kilometer Altstadtlauf in Herrenberg und dem angeschlossenen verkaufsoffenen Sonntag. Das schreit nach Wiederholung, findet Achim Gack. Vorsitzender des Gewerbevereins. Auf den ersten Platz von 100 startenden Mannschaften, schaffte es der haushohe Favorit: Das Stahl Sport Shop Team des Laufsportgurus Axel Stahl, der übrigends moderierte, rang alle anderen Mannschaften klar nieder. Organisator Markus Speer ist hoch zufrieden: der Aufwand für so eine Veranstaltung ist wirklich emens, und wir hatten sogar eine Warteliste mit vielen weiteren interessierten Läufermannschaften. Das wichtigste: "Alle sind gesund geblieben!" |
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| 24./25. März 2007 |
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| Historischer Handwerkermarkt und verkaufsoffener Sonntag |
Die mittelalterliche Kulisse des Herrenberger Marktplatz verwandelte sich wieder einmal in einen Schauplatz für Handwerker. 45 Aussteller zeigten ihre Kunst. Hier wurde geschmiedet, Wolle gesponnen, Holz, Keramik und Glas verarbeitet, die eine oder andere Bürste hergestellt und Holzofenbrot gebacken.
Tausende Menschen nutzten die Gelegenheit die Handwerker bei der Arbeit zu beobachten. 55-60 Geschäfte öffneten zudem ihre Türen am verkaufsoffenen Sonntag. Ein buntes Treiben und eine Topveranstaltung lautete das Resümee von Charlotte Tremmel und Achim Gack vom Herrenberger Gewerbeverein. |
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| Oktober 2006 |
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| Herbstschau 2006 |
| Im Oktober wurde zum 31. Mal in ununterbrochener Folge die Herrenberger Herbstschau eröffnet. Vier Tage lang präsentierte sich bei dieser Verbraucher- und Verkaufsmesse auf dem Stadthallenareal rund 100 Aussteller aus der Region von ihrer starken Seite.Von Freitag bis Montag war das Ausstellungsgelände wieder mit 20 000 interessierten Besuchern dicht bevölkert. Informationen, Neuheiten, Angebote, gemischt mit einem bunten Unterhaltungsprogramm – dieses Konzept kommt jedes Jahr aufs Neue bei den Besuchern an. Und alles bei freiem Eintritt. Handel, Handwerk und Gewerbe, Dienstleister und Verbände zeigten ihr Leistungsangebot, informierten über Trends und Marktneuheiten. Viele Themen rund um Haus und Garten, Gesundheit und Wellness, Finanzen und Versicherungen wurden aufgegriffen und anschaulich präsentiert. |
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